Heinkel-Freunde, nicht Heinkel-Feinde

Heinkel-Freunde, nicht Heinkel-Feinde – oder warum Deppen keine Motoren brauchen, um Dinge zu bremsen Eigentlich geht es um unsere gemeinsame Leidenschaft für Heinkel-Fahrzeuge – dachte ich zumindest. Doch offenbar sieht das der Vorstand des Heinkel Clubs Deutschland anders. Ein kürzlich veröffentlichtes Interview mit Carole Teuwisse über ihre beeindruckenden Erlebnisse beim Heinkeltreffen in den USA hätte…


Heinkel-Freunde, nicht Heinkel-Feinde – oder warum Deppen keine Motoren brauchen, um Dinge zu bremsen

Eigentlich geht es um unsere gemeinsame Leidenschaft für Heinkel-Fahrzeuge – dachte ich zumindest. Doch offenbar sieht das der Vorstand des Heinkel Clubs Deutschland anders. Ein kürzlich veröffentlichtes Interview mit Carole Teuwisse über ihre beeindruckenden Erlebnisse beim Heinkeltreffen in den USA hätte eine wunderbare Geschichte über Abenteuerlust und Gemeinschaft sein können. Doch leider wurde Carole nachträglich „veranlasst“, das Interview zurückzuziehen – mit der nebulösen Begründung, „der Vorstand hätte das so entschieden“.

Und dann kam der nächste Gang runter: Der Vorsitzende hielt es für angebracht, unsere Gruppe „Heinkel-Freunde Rheinland“ öffentlich auf Facebook abwertend darzustellen. Eine Klarstellung? Fehlanzeige. Stattdessen gab es unbegründete Vorwürfe in einer privaten E-Mail – wohl in der Hoffnung, dass sich das Thema von selbst erledigt.

Mehrere Versuche, den Gesamtvorstand und den Beirat einzubeziehen, wurden ignoriert oder ausschließlich vom Vorsitzenden abgeblockt. Am Ende wurde gar nicht mehr geantwortet. Offensichtlich waren meine Versuche, Licht ins Dunkel zu bringen, nicht erwünscht. Auch mein Angebot zur Unterstützung wurde schlichtweg ignoriert.

Das erinnert an ein altbekanntes Muster: Wenn eine träge Masse mit einer Abweichung nach oben konfrontiert wird – sei es durch neue Ideen, Engagement oder einfach durch mehr Spaß am gemeinsamen Hobby – dann reagiert sie mit einer bewährten Strategie. Erst kommt der Neid: „Warum darf der das?“ Dann der Zorn: „Wie kann der es wagen?“ Und schließlich wird das Ganze moralisch umgedreht: „Wir sind die Guten, er ist der Böse!“

Die Methode ist nicht neu: Wer sich argumentativ nicht mehr halten kann, taucht unter die Gürtellinie ab und geht auf die persönliche Ebene. Anstatt sachlich zu bleiben, wird mit moralischem Fingerzeig gearbeitet – und wer einmal mit dem Finger auf andere zeigt, sollte bedenken, dass vier Finger auf ihn selbst zurückzeigen.

Die unbegründeten Vorwürfe stehen also weiter im Raum – unkommentiert und ungeklärt. Da auf direktem Wege keine Klärung möglich zu sein scheint, mache ich mich nun eben auf diesem Weg bemerkbar. Denn eines ist sicher: Das Problem mit Deppen ist nicht, dass sie ihr eigenes Potenzial vergeuden – sondern dass sie wollen, dass alle anderen ihres auch brachliegen lassen.

Aber: Wir fahren weiter. 🚀


2 Antworten zu „Heinkel-Freunde, nicht Heinkel-Feinde“

  1. Avatar von Achim Arians
    Achim Arians

    Ich habe heute eher zufällig von dieser Seite gelesen und möchte meine Meinung dazu und auch besonders zu diesem Blog-Beitrag sagen:

    Ich einem Verein kann jedes Mitglied seine Meinung sagen/schreiben oder sonstwie vertreten. Das ist auch beim Heinkel Club Deutschland e.V. nicht anders. Allerdings endent meiner Meinung nach die vom Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit eindeutig dort wo mit dieser Meinung Beleidigungen gegenüber Personen oder Institutionen zum Ausdruck gebracht werden. Das ist dann einfach nur noch schlechter Stil und den braucht wirklich niemand.

    Wenn Sie so großes Interesse an der Zukunft des Heinkel Clubs Deutschland e.V. haben könnten Sie als ordentliches Mitglied jederzeit Ihre Bereitschaft auf einen Posten im Vorstand oder als Beisitzer zum Ausdruck bringen und sich dann bei einer Mitgliederversammlung zur Wahl stellen. Sollten Sie bzw. als Schatzmeister gewählt werden hätten Sie dann ganzjährig volle Einsicht in die Finanzunterlagen.

    Das haben Sie nicht gemacht, Sie haben sich für den sinnlosen Weg der öffentlichen Kritik ohne korrekten sachlichen Inhalt entschieden. Was Sie damit bezwecken weiß ich nicht und will es auch nicht wissen.

    Ich fahre seit fast 47 Jahren Heinkel, betreibe einen Regionalclub der auch offizieller Bestandteil des Heinkel Clubs Deutschland e.V. ist.

    Wenn Sie die Zukunft der Heinkelgemeinschaft darin sehen aus einer Gemeinschaft eine Gemeinheit zu machen, dann viel Glück dabei. Ich halte jedoch die meisten Heinkelfreunde für clever genug, Ihr Spiel nicht mitzuspielen.

    1. Avatar von juergenknees

      Vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihre klare Position.

      Ich respektiere ausdrücklich jede konstruktive Meinung innerhalb unserer Heinkel-Gemeinschaft, ebenso wie die große Erfahrung, die viele langjährige Mitglieder – wie Sie – mitbringen. Mein Anliegen war und ist es nicht, Personen oder Institutionen zu beleidigen. Sollte ein Eindruck in diese Richtung entstanden sein, bedauere ich das ausdrücklich. Kritik – auch wenn sie pointiert formuliert ist – sollte sich stets auf Inhalte, nicht auf Personen beziehen.

      Gleichzeitig halte ich es für legitim, Entwicklungen oder Entscheidungen im Verein anzusprechen, wenn sie Mitglieder bewegen oder Fragen aufwerfen. Dies geschieht nicht aus Geringschätzung gegenüber dem ehrenamtlichen Engagement im Vorstand, sondern als Ausdruck gelebter Vereinsdemokratie.

      Ich möchte an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass alle meine Versuche, einen direkten und persönlichen Austausch herzustellen – sei es über Gespräche, Einladungen oder den Hinweis auf ein klärendes Miteinander – leider nicht angenommen wurden. Genau dieser Umstand hat dazu geführt, dass ich meine Punkte öffentlich formuliert habe. Dieser Weg wurde nicht zuletzt dadurch notwendig, dass bereits vom Vorstand aus öffentliche Kommunikation initiiert wurde.

      Ihr Hinweis, sich aktiv einzubringen oder für ein Amt zu kandidieren, ist grundsätzlich richtig. Dennoch sollte auch jenen Mitgliedern Raum gegeben werden, die Missstände, Sorgen oder Verbesserungspotenziale äußern möchten, ohne unmittelbar ein Amt anzustreben. Beides – aktives Engagement und kritischer Diskurs – sind zentrale Elemente eines funktionierenden Vereinswesens.

      Mir liegt die Zukunft des Heinkel Clubs Deutschland e.V. ebenso am Herzen wie Ihnen. Es geht nicht darum, die Gemeinschaft zu spalten, sondern darum, sie zu stärken, indem unterschiedliche Sichtweisen respektvoll nebeneinander stehen dürfen. In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihre Rückmeldung und hoffe, dass der Austausch künftig in einer sachlichen und kollegialen Atmosphäre stattfinden kann.

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